Schollene an der Havel
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Der Mond kocht

Natur und Umgebung
Störche
© Fotos: S. Heinike

Die Schollener Landschaft weist eine vielgestaltige, artenreiche Naturausstattung auf. Unzugänglich, scheinbar unberührt, zieht der Schollener See, besonders durch seine artenreiche Vogelwelt, die Aufmerksamkeit des Beobachters auf sich. Gerade wenn der Februar angebrochen ist und Eis und Schnee noch den See beherrschen, kehrt die Graugans zurück in ihr Brutgebiet und kündet vom nahenden Frühling. Doch schon poltern die Gänse mit lautem Geschrei wieder davon. Die Ursache läßt nicht lange auf sich warten, mit ruhigem Schlag seiner gewaltigen Schwingen kontrolliert ein Seeadler sein Revier. Erfreulicherweise kann man seinen eindrucksvollen Flug wieder des öfteren beobachten.

Während wir Stock-, Tafel-, Schell- und Reiherente in Gesellschaft von Gänsesäger und seltener auch Zwergsäger bereits im Winter an den offenen Wasserstellen beobachten konnten, haben sich Ende März weitere Enten auf ihrem Weg in die Brutgebiete zu einer kurzen Rast am See eingefunden. Unter anderem Löffel-, Spieß-, Schnatter-, Krick- und Knäckente. Leben ist auch in die Lachmöwenkolonie gekommen. Der Flußseeschwalbe genügen bereits sehr kleine Inseln als Brutplatz. Es ist eine Freude, ihren eleganten Flug bei der Nahrungssuche zu beobachten. Der Haubentaucher braucht keine Insel zum Brüten, er fertigt sein schwimmendes Nest aus Pflanzenteilen selber an. Die dumpfen, nächtlichen Rufe der Rohrdommel sind bis in den Ort vernehmbar und lassen manch ängstliches Gemüt erschaudern. Den Röhrichtsaum bewohnen Drossel-, Teich- und Schilfrohrsänger. Beobachtungen der Bartmeise sind selten. Wie auch den Karmingimpel trifft man sie erst seit einigen Jahren in unserem Gebiet an. das weißsternige Blaukehlchen zählt zu den ornithologischen Besonderheiten des Schollener Sees. In der Geölzzone ruft die Nachtigall. Still verharrt der Wanderer auf seinem Weg von Schollene nach Ferchels, um ihrem wohlklingenden Gesang zu lauschen. Ein Rotmilan dreht einsam seine Runden. Erst jetzt, wo sich das Auge an die Ferne gewöhnt hat, fällt der Mäusebussard auf, der hoch oben als kleiner Punkt kreist. Auch der Schwarzmilan und die Rohrweihe sind regelmäßig am See anzutreffen.

Wer einmal seinen Blick vom "Seeblick" oder vom Gütschow schweifen ließ, der wird vom Schollener See in seinen Bann gezogen. Die umliegenden Kiefern- und Mischwälder, Wiesen und Auen laden zu ausgedehnten Wanderungen oder Radtouren ein. Um die vielfältige Pflanzenwelt kennen zu lernen, gibt es einen Naturlehrpfad.
An der unteren Havelniederung rasten Kraniche und nordische Schwäne. An der geraden Haltung des Halses, dem kräftigen Ruf und dem gelben Schnabel mit schwarzer Spitze sind Sing- und Zwergschwan vom heimischen Höckerschwan zu unterscheiden. Wenn das Wasser von den überfluteten Wiesen zurückweicht und das erste Grün sich zeigt, kehren auch die heimischen Wiesenbrüter zurück in ihre Brutgebiete. Der Kiebitz und die Bekassine, seltener Rotschenkel, Uferschnepfe und der Große Brachvogel. Und der Weißstorch darf nicht fehlen, was wären die Haveldörfer ohne ihn.
In den Niederungsgebieten mit seinen zahlreichen Übergangsgebieten gedeiht eine prächtige Blumenwelt. Besonders dort, wo sich Moor bilden konnte, läßt sie das Herz des botanisch Interessierten höher schlagen. Der besondere Schmuck der Moorwiesen sind die heimischen Orchideen.










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